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Kloster der Birgittinen

Um den spontanen geistlichen Aufbruch in gute Bahnen zu lenken, betrieb der damalige Pfarrer von Maihingen die Gründung eines Klosters. Der spontane Zulauf zu einem Mirakelort sollte zu geistlichem Wachstum führen.
Es gelang dem klugen Pfarrer die materiellen wie rechtlichen Voraussetzungen zu Stande zu bringen.
1437 wurde der erste Stiftungsbrief ausgestellt. Aber weder die Augustiner noch die Benediktiner wollten bleiben; die Serviten, die sieben Jahre an dem Ort wirkten, wurden wegen mangelnder Frömmigkeit vom Grafen entlassen.
Schließlich rief man 1459 die Birgittinen vom Kloster Gnadenberg bei Neumarkt in der Oberpfalz. 1472 erhielten diese den Stiftungsbrief. Trotz vieler Schwierigkeiten wurde das Kloster erbaut (1492 Weihe der Kirche) und die Schwestern und Mönche entfalteten das für den Orden der. Hl. Birgitta von Schweden typische kontemplative Leben. (Link zu Birgittenorden). Von Maihingen aus wurde 1497 das Kloster Altomünster „besiedelt", das heute noch einzige Birgittinenkloster in Deutschland.
Die Reformation und die nachfolgenden kriegerischen Ereignisse bewirkten einen tiefen Einbruch in der Geschichte des Konvents. Der Ordensnachwuchs blieb weitgehend aus. Im Bauernkrieg (1525) und im Schmalkaldischen Krieg (1546/1547) wurde das Kloster geplündert und gebrandschatzt. Die Schwestern flohen, kehrten zwischenzeitlich in das schwer beschädigte Kloster zurück, 1580 aber zogen die letzten Schwestern in das Tochterkloster nach Altomünster.
Die Geschichte der Birgitten in Maihingen hat kaum länger als 100 Jahre gedauert. Sie trugen den Strang kontemplativen Lebens, die Betrachtung des Erlöserleidens Christi zum Geflecht der geistlichen Tradition dieses Ortes bei.
Die sogenannten schwarzen Franziskaner, die Minoriten, wurden ihre Nachfolger.